2017

Im Jahr 2017 ging es leider nicht wirklich auf Reise.

Einzig 3 Tage Kroatien gingen sich aus.

2 meiner Freunde fuhren schon Mittwochs weg. Ich dagegen hatte noch einiges zu Erledigen und ich ging Donnerstag um 5:00 Uhr auf die Reise.
Das ich in Admont auf der Tankstelle meine Brieftasche vergessen hatte, merkte ich erst eine knappe Stunde später in Trieben als ich einen Kaffee trinken wollte.
Also sofort wieder zurück nach Admont in der Hoffnung das die Geldbörse noch da ist.
Leider war es nicht so. Auch auf der Polizei lag sie nicht.

Was soll ich jetzt machen? Zurück nach Hause? NEIN. Ich hatte genug Kleingeld um nach Kroatien zu kommen. Das Problem mit dem Personalausweis werde ich schon irgendwie regeln an der Grenze. Geld muss ich mir dann halt von den Freunden borgen.
Also wieder Richtung Trieben bzw. Kroatien.

Als ich etwa 30 Minuten unterwegs war, läutete mein Handy. Die Polizei Admont hat meine Brieftasche. HURRA. Wieder umdrehen und zurück.
Mit der Geldbörse im Tankrucksack ging es dann zum 5. mal über die Kaiserau und nun endlich nach Kroatien.
Ich fuhr ohne Navi einfach der Nase lang bis Villach, wo ich auf der Tankstelle einige BMW Fahrer kennen lernte, denen ich mich anschloss, weil sie fast exakt das gleich Tagesziel hatten.
Über den Wurzenpass ging es weiter durch das Socatal nach Bovec. Dort kehrte die BMW Truppe ein und ich verabschiedete mich von Ihnen und fuhr alleine weiter.
Immer noch ohne Navi und Karte ging es weiter Richtung Süden.
Vorbei an Lipica kam ich bald in Küstennähe. Leider war es die Küste von Italien. Also doch das Navi gestartet und kurze Zeit später kam ich in Lovran an. 650km
Abendessen, 2 Bier und ein Glas Wein später ging es ins Bett.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf die südlichste Spitze Istriens zu erkunden. Über das Ucka Gebirge fuhren wir kleine Straßen und Wege die auch mal etwas sehr Enduromäßig waren bis zum Nationalpark Kamenjak auf der südlichsten Spitze Istriens. Toller Platz und absolut sehenswert. Überhaut die Bar die zwischen den Gräsern und Sträuchern versteckt ist.
Danach einen Abstecher zum Campingplaz Medolin.
Gestärkt mit ein paar Brötchen fahren wir wieder Richtung Norden und kehren Irgendwo im Nirgends in einer Pension mit angeschlossenen Restaurant ein.
Tolles Essen noch besserer Wein. An die Farbe kann ich mich nur dunkel erinnern.

Samstag: mit leichten Kopfschmerzen und tollem Frühstück ging es weiter.
Zwischendurch stärkten wir uns mit Käse und Wurst aus einem Laden der neben der Straße stand. Über Umag geht die Fahrt weiter nach Slowenien vorbei an Portoroz in das kleine Städtchen Piran. Dort gefiel es mir so gut, das ich noch im gleichen Jahr meine Hochzeitsreise dort verbrachte.

Von Piran geht es nun etwas zügiger Richtung Heimat mit dem Plan evtl. das GTI Treffen in Kärnten zu besuchen. Die Strecke haben wir dann doch etwas unterschätzt und versuchen noch auf Slowenischer Seite in einem extrem schönen Dorf ein Hotelzimmer zu finden. Leider haben wir im Hotel keinen erreicht, also weiter über den Loiblpass nach Kärnten wo wir dann endlich ein Zimmer finden.
Ein Apartment aus den 80er Jahren um den Preis von heute. Egal, Hauptsache schlafen.

Sonntags dann Frühstück auf der Tankstelle und ohne Großen Umwege nach Hause.